Felsenkloster Sankt Georgenberg
Das herrlich gelegene Felsenkloster Sankt Georgenberg wurde einer Generalsanierung unterzogen. Der Beweggrund war der geplante Rückzug der Benediktinermönche vom großen Stift Fiecht in ihr ursprüngliches, kleineres Bergkloster auf dem Georgenberg.
Hierfür wurden die Wohnräume der Pater erneuert, zusätzliche Gästezimmer errichtet, ein neues spirituelles Zentrum eingerichtet sowie die Energieversorgung komplett erneuert.
Kunde
Benediktinerabtei St. Georgenberg
Branche
Umbau denkmalgeschütztes Gebäude
Standort
Stans
Planungsstart
Q1 / 2018
Start der Baumaßnahmen
Q2 / 2018
Fertigstellung
Q3 / 2019
Ausgangssituation / Herausforderung
Das Kloster steht auf einem sehr schwer zugänglichen Felsen und ist nur über eine Brücke erreichbar. Die Durchfahrtshöhe beträgt maximal 2,8 m und erschwerte sämtliche Bauarbeiten erheblich.
Der Materialtransport war nur beschränkt möglich. So wurde ein Großteil mit dem Hubschrauber verbracht. Die Baustellenlogistik war außergewöhnlich und aufwändig. Dies wurde in der Planung bereits berücksichtigt. Die Erreichbarkeit für Handwerker war eingeschränkt und so wurden firmenübergreifende Fahrgemeinschaften gebildet.
Diese Herausforderung bestand nicht nur für die Zeit der Bauphase, sondern auch für später … Die Energieversorgung sollte nachhaltig sein, da ein Anschluss an ein öffentliches Energienetz (außer Strom) aufgrund der exponierten Lage nicht möglich war.
Ein anfänglich störender Aspekt war das am Georgenberg örtlich mehr oder weniger ausgebildete „Funkloch“. Doch dies entwickelte sich recht rasch zu einem angenehmen Begleiter. So bekamen nicht nur die Besprechungen vor Ort eine eigene angenehme Dynamik, auch die Vorbereitung verlangte Weitblick.









Ziele des Projekts
Die neue, nachhaltigere Wärmeversorgung war eine Herausforderung, denn die Anlage musste nicht nur den Anforderungen eines mittelalterliches Gebäudes gerecht werden, sondern auch unterschiedliche Energieträger abbilden. Eine Kombination aus Luftwärmepumpe, Holzheizung und Flüssiggas erforderte technische Präzision.
Ebenso verlangte die sanierte Substanz besondere Aufmerksamkeit. Die neu gewonnene Bauteildichtheit erforderte zusätzlichen Substanzschutz ,um die nächsten Jahrhunderte gerüstet zu sein!
Ziel war die Etablierung eines Wärmeversorgungssystems, welches die Bereiche Betriebssicherheit, Energieeffizienz, Individualität aber auch Nutzfreundlichkeit bestmöglich abbildet. Dies ist insbesondere deshalb notwendig, da die Anlagentechnik nicht nur umfangreich sondern auch sehr weitreichend vernetzt war.
Vorgehensweise / Lösung
Nach der ersten Bestandsaufnahme im Frühjahr 2018 begannen wir, die Mindestanforderungen, die technischen No-Gos und Erfordernisse herauszuarbeiten. Mit diesen Grundlagen wurde ein Konzept entwickelt und mit den Umsetzungsmöglichkeiten am Georgenberg abgeglichen.
Dabei wurde im Fokus behalten, dass sich die moderne Technik nicht nur äußerlich harmonisch in das Ensemble aus Hauptkirche, Klostergebäude, Wohntrakt und Freialtar fügen soll, sondern auch in den Räumlichkeiten der Pater, den Wallfahrts- und Gästezimmern soll die Technik dezent in den Hintergrund rücken.
Letztendlich versorgt nun eine Luftwärmepumpe über weite Teile des Jahres das Gebäude mit Heizenergie. Ein Wunsch der Pater war, in der Übergangszeit mit Holz aus dem eigenen Wald heizen zu können. So unterstützt nun ein Stückgutofen die Wärmepumpe. Und sollten die Temperaturen für die Wärmepumpe zu niedrig und das Nachheizen zu beschwerlich sein, übernimmt ein Flüssiggaskessel mit einem leichter zu bedienenden Tanklager die Versorgung des Felsenklosters.



Ergebnisse / Nutzen
Mit Sommer 2019 begannen die ersten Pater auf den Georgenberg zu übersiedeln und fühlten sich auf Anhieb wohl.
Dafür sorgte nicht nur die Nähe zur Natur und die spirituelle Ruhe, sondern auch maßgeblich die neu gestalteten Räumlichkeiten mit ansprechender Materialität gepaart mit modernster Technik.